8 Tipps um Ihre Mundhygiene zu verbessern

Tipps um Ihre Mundhygiene zu verbessern

Eine gute Mundhygiene betrifft neben den Zähnen unter anderem auch die Zahnzwischenräume, das Zahnfleisch und den Mundraum allgemein. Nichts ist angenehmer, als ein Lächeln mit sauberen Zähnen und ein Gesprächspartner mit angenehmem Mundgeruch.

Dabei sollten Sie auch gerade für sich selbst an einer guten Mundhygiene interessiert sein. Denn nicht nur Ästhetik, sondern allgemeine Gesundheit und Wohlbefinden geht mit einer ausgefeilten Mundpflege einher. Im folgenden Artikel finden Sie deshalb wertvolle Tipps, die Sie für eine verbesserte Mundhygiene umsetzen können.

1. Richtiges Zähneputzen

Beim Zähneputzen kommt es auf verschiedene Faktoren an. So kann zum Beispiel eine elektrische Zahnbürste effektivere Putzergebnisse liefern, als herkömmliche Handzahnbürsten. Aber auch Zeitpunkt, Dauer und Putztechnik können entscheidend sein.

Zeitpunkt und Dauer

Sie sollten mindestens zwei Mal täglich die Zähne putzen. Ratsam ist es jedoch sogar drei Mal täglich zur Zahnbürste zu greifen. Dabei gilt aber mindestens einmal abends und einmal morgens. Am Abend verhindert das Putzen die Vermehrung von Bakterien im Mundraum.

Auch sollten Sie nie direkt, nachdem Sie stark säurehaltige Lebensmittel konsumiert haben die Zähne reinigen. Ratsam ist es, 30 Minuten zu warten, bevor Sie dann Ihre Zähne putzen. Die empfohlene Dauer beträgt mindestens zwei Minuten. Die meisten Sanduhren für das Zähneputzen zeigen auch diese Zeitspanne an.

Die richtige Putztechnik

Einfaches Schrubben ist meist nicht ausreichend, um den Plaque gründlich zu entfernen. Senkrechte und rüttelnde Bewegungen führen oftmals zu einem besseren Putzergebnis. Auch die Reihenfolge: Kaufläche, Außenfläche, Innenfläche hat sich vielfach bewährt.

Der angemessene Druck ist ebenfalls von großer Bedeutung. Um Zahnbelag zu entfernen ist keine große Druckausübung erforderlich. Im Gegenteil, zu starkes Putzen kann Ihre Zähne empfindlicher werden lassen und zu Zahnfleischrückgang führen.

2. Die Wahl der Zahnpasta

Um den Zahnschmelz zu schützen sind fluoridhaltige Zahnpasten eine sehr gute Idee. Dabei brauchen Sie sich keine Gedanken machen, da diese aus medizinischer Sicht unbedenklich sind. Sollten Sie eine normale Zahnpasta benutzen, können Sie in Absprache mit Ihrem Zahnarzt bis zu einem Mal wöchentlich, auch eine ergänzende Zahnpasta mit hohem Fluoridgehalt verwenden.

3. Die passende Zahnbürste

Um Zahnfleischverletzungen vorzubeugen sind mittelweiche Zahnbürsten empfehlenswert. In jedem Fall sollte Ihre Zahnbürste weder zu hart noch zu weich sein. Auch sollten Sie Ihre Zahnbürste regelmäßig, spätestens nach drei Monaten wechseln.

Idealerweise verwenden Sie eine elektrische Zahnbürste, da diese nachweislich Plaque besser entfernt als normale Handzahnbürsten. Bei Rotationszahnbürsten sollten Sie jedoch im Vergleich zu Schallzahnbürsten möglichst ohne Druckausübung putzen, um Ihr Zahnfleisch und Ihre Zähne zu schonen.

4. Benutzen Sie Zahnseide

Ihr Zahnarzt wird es sicher oft genug geraten haben, doch es stimmt: Zahnseide entfernt zusätzlichen Plaque, den Sie nicht mit der Zahnbürste erreichen. Dabei gelangt die oft aus Kunststoff bestehende Zahnseide elegant in Ihre Zahnzwischenräume und ermöglicht so eine effiziente Zahnreinigung.

Wann und wie oft sollte man Zahnseide verwenden?

Grundsätzlich ist es ratsam Zahnseide öfter zu verwenden, als Sie tatsächlich am Tag Zähne putzen. Am besten Sie verwenden Zahnseide:

  • vor jedem Zähneputzen
  • nach dem Essen

Besonders das Reinigen mit Zahnseide vor dem Zähneputzen ermöglicht eine bessere Wirkung der Inhaltsstoffe der Zahnpasta, gerade in den Zahnzwischenräumen.

5. Munddusche bzw. Mundspüllösung

Eine Mundspüllösung dient als Kariesprophylaxe und hat eine desinfizierende Wirkung des Mundraumes. Sie schützt auch vor Entzündungen und sorgt nebenbei für einen frischen Atem. Die Anwendung sollten Sie mindestens einmal täglich vornehmen, um von diesen Effekten zu profitieren. Viele Leute berichten ebenfalls von einer Verbesserung von Zahnfleischbluten durch den Gebrauch von Mundduschen.

6. Zungenpflege

Die Zunge ist von einer Vielzahl an Bakterien bevölkert. Gerade das letzte Drittel der Zunge beherbergt eine Vielzahl der Bakterien, die auch mit hauptverantwortlich für schlechten Mundgeruch sind.

Das Hilfsmittel für eine gute Zungenhygiene ist ein sogenannter Zungenschaber. Diesen führen Sie mit sanftem Aufdrücken von hinten nach vorne. Danach spülen Sie den Zungenschaber unter fließendem Wasser ab. Diesen Reinigungsvorgang sollten Sie drei bis viermal wiederholen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

Anschließend können Sie mit einer Mundspüllösung oder sauberem Wasser Ihren Mund ausspülen. Der Zungenschaber sollte nach sechs- bis achtwöchigem Gebrauch ausgetauscht werden.

7. Ernährung

Die Ernährung spielt eine Schlüsselrolle in der Mundhygiene, da sie ja genau genommen auch den Grund für das Zähneputzen liefert. Eine ausgewogene und gesunde Ernährung garantiert eine ausreichende Nährstoffzufuhr. Denn auch die Zähne sind auf zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe angewiesen, um sich vor schädlichen Bakterien zu schützen.

Diese ernähren sich von zuckerhaltigen Lebensmitteln. Deshalb sollten Sie auf ein Übermaß an Zucker, enthalten in Softdrinks und Süßigkeiten, verzichten. Auch stark säurehaltige Lebensmittel greifen die Zähne an.

Im Alltag empfiehlt sich auch das Kauen zuckerfreier, spezieller Kaugummis gegen Karies. Vorzugsweise direkt nach dem Essen erzielen die kleinen Helfer Ihre größte Wirkung. Der angeregte Speichelfluss führt zu einer mechanischen Reinigungswirkung, wodurch sich weniger Bakterien an den Zähnen absetzen.

8. Regelmäßiger Besuch beim Zahnarzt

Durch die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen, am besten mindestens zwei Mal im Jahr, können Krankheiten nicht nur früh erkannt, sondern auch vorgebeugt werden. Denn auch durch eine umfangreiche Mundhygiene kann es immer mal wieder zu Zahnkrankheiten kommen.

Eine professionelle Zahnreinigung ist ebenfalls eine lohnende Investition in Ihre Zahngesundheit. Durch die besonderen Instrumente des Zahnarztes können die Zahnbeläge effektiv entfernt werden und eine anschließende Politur mit Versiegelung führt zu einer nachhaltigen Prophylaxe.

Fazit

Eine umfangreiche Mundhygiene erzielt eine verbesserte Gesundheit der Zähne und des Zahnfleisches. Auch wenn dies oft mit zusätzlichen Mühen und Kosten verbunden ist, lohnt sich der Aufwand, wenn Sie so Zahn- und Zahnfleischerkrankungen vorbeugen können.

Die vorgestellten acht Tipps werden Ihnen helfen für eine verbesserte Mundhygiene zu sorgen. Auch wenn Sie nicht stets alles sofort umsetzen, wird es sich für Sie lohnen eisern dranzubleiben und so Ihrem Mundraum zu einwandfreier Hygiene zu verhelfen.

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